Mittwoch, 26. November 2008

¡ADIOS, RIO CUARTO!

Was fuer ein Stueck Glueck. Nach mehrfach gescheiterten Anlauefen in den vergangenen Tagen, ist es Matheus, Mariela und mir zu guter Letzt doch noch geglueckt, den Pferden lebewohl zu sagen und die Altbrotreserven "an den Mann" zu bringen. Geholfen hat uns hierbei wirklich nur der Zufall: Wann immer wir in den letzten Tagen versucht haben, auf die Weide zu gehen, folgte uns unsere geschaetzte Hundemeute. Leider haben die Trottel immer genau auf der Weide ihre laengst verloren geglaubten Jagdtriebe wieder entdeckt...so laesst sich auch dem geduldigsten Pferd kein Altbrot hinhalten! Eine spannende "Pointe", wie wir die Hunde vielleicht ausgetrickst haetten, entfaellt (zumal wir auch wirklich schon alles versucht hatten...). Der Geschichte unspektakulaeres Ende ist, dass unser Hunderudel einfach genau rechtzeitig einmal ausgeflogen war. Vielleicht mussten sie sich ja darueber ausheulen, dass ihr grosser Goenner, der stadtweit bekannte Asador Adrian nach Katamarca abgereist war.



Matheus, ja, genau: Daumen hoch!


Mariela, una de las dos vecinas divinas.

Mittwoch, 12. November 2008

BUENOS AIRES

Auf dem Rueckweg aus Uruguay kamen wir in Buenos Aires vorbei und Mariella und ich haben dort einen Zwischenstop eingelegt.


Das ist nicht die argentinische Zweigstelle der Wolfsschanze sondern die - jaaha - juristische Fakultaet von Buenos Aires, die von Innen tatsaechlich so brachialgigantisch ist, wie von Aussen. Wir haben dort sogar einen Kongress ueber Rechtsvergleiche im Umweltrecht einzelner suedamerikanischer Staaten besucht. Zu unserer Entschuldigung ist lediglich hervorzubringen, dass wir das wirklich nicht wussten und Mariella ganz scharf auf das Teilnahmezertifikat war, was ihr an ihrer peruanischen Uni (sehr, sehr sonderbar...) eine ganze Klausur ersetzt.


Keine Ahnung mehr, wo das ist.


Irgendwo in San Telmo.


Nun. Das ist die Nueve de julio, soweit ich weiss die breiteste Strasse der Welt. Und wir mitten drauf.


Tja, die schoenen Stunden am Strand waren gezaehlt, Zeltaufschlagen auf der Nueve de Julio kommt halt nicht so gut, und so mussten Mariella und ich schweren Herzens eine Jugendherberge (irgendwo in dieser Strasse, ich weiss schon nicht mehr so genau, wo) beziehen. Das dortige Publikum aus asozialen Weltreisenden und Backpackern (oder wie auch immer man die Penner jetzt schreibt) ist echt zum Kotzen. Irgendjemand hatte mich auch schon vor diesen "Lonely-Planet-Spastis" gewarnt, ... aber dass es so hart sein wuerde....

ZWANGSURLAUB IN URUGAY

Zwangsurlaub. Klingt doch reichlich befremdlich, oder? So jedenfalls haben wir unseren Ausflug nach Uruguay betitelt. Das hat folgende Bewandnis: Um sich Geld, jede Menge Papierkram und nerviges Stressgequatsche mit schwabbeligen Beamten zwecks Auftreibens eines zum laengeren Aufenthalt berechtigenden Studentenvisums zu ersparen, kann man auch einfach als stinkender Tourist einreisen und somit die nach 90 Tagen obligate Zwangsaus- und wiedereinreise auf sich nehmen. Wir machten (natuerlich) aus der Not eine Tugend und hatten so die Gelegenheit, das ueberaus entspannte Urugauy mit den ueberaus entspannten Uruguayos ein wenig zu bereisen. Man trinkt dort uebrigens noch mehr Mate als in Argentinien.


Die Mole des Hafens ist dicht an dicht mit Anglern besiedelt, wie man hier nicht sieht. Was man hingegen sehen kann, ist dass sich andere Faulenzer nicht zu schade sind, wertvollen Platz fuer wertlose Fotos zu verschwenden...Touristen eben.


Dies ist wohl so eine Art Wahrzeichen von Montevideo (uebrigens die Hauptstadt von Uruguay), die wir dann auch noch besucht haben. Ich glaube, da sind Wohnungen (bestimmt nicht ganz billig) drin.


Ein Spaziergang an den Steg von Colonia.


Mariella leistet hier einem Urugayo tatkraeftige Hilfe beim Angeln. Er hat uebrigens kleine Fische geangelt (ist ja auch logisch, so nahe am Ufer), um dann mit den kleinen Fischen als Koeder wiederum dickere Brocken an Land zu ziehen. Ganz schoen ausgebuffter Bursche.


Aufgrund der drueckenden Hitze haben wir uns zum Fruehstueck (so gut es eben ging) in den Schatten verkrochen. Mate muss aber trotzdem sein. Wenn ich an meine Sippenkohte denke...ziemlicher Saustall hier, aber, was will man machen.


Von Colonia aus betrachtet, die Strandlandschaft der Rio de la Plata Kueste des suedlichen Uruguay.


Zwei Naechte verbrachten wir dann an diesem Strand den wir fuer sandiger, strandiger und irgendwie angemessener erachteten.


Der Faehrverkehr vom anderen Ufer aus betrachtet. Dieses Bild zeigt gleichzeitig auch unseren ersten Schlafplatz, der (im Bild nicht zu erkennen) direkt unter den Toren im Schatten der Stadt von Colonia liegt.


Hier das Abschiedsbild von Buenos Aires. Fuer die Einreise nach Uruguay ueberquert man (von Sueden kommend) am geschicktesten den Rio de la Plata, was sich von Buenos Aires aus mit den fast mehr oder weniger ablegenden Faehren sehr gut bewerkstelligen laesst. War aber nicht gany billig der Spass.

CHE!


NOCTAMBULOS - NIGHT OWLS

Hier in Argentinien ist man ja vorzugsweise nachtaktiv. Hier also aus dem Leben der Nachtschwaermer von Rio Cuarto. Uebrigens ist mein Versuch die kleine Eule, die wirklich hin und wieder Nachts ueber unserem Quartier rumflattert, zu fotografieren, gnadenlos in die Hose gegangen.


Ghimenna, Silvana y yo.


Talys y Leonie.
Die beiden stehen uebrigens auf unserer Buehne (eigentlich die Tribuene des Rugbyfeldes der Uni) von der aus wir den Hunden ein echtes Borracho-Konzert gegeben haben. Die Tragik dabei: Das einzige Lied, von dem wir nationenuebergreifend (Brasilien, Argentinien, Deutschland, Peru) mehr als eine Zeile zusammensingen konnten war "My Heart Will Go On" von Celine Dingsbums. Wenn er nicht gekachelt waer, wuerde ich mich jetzt nach besten Kraeften in den Boden schaemen.


Los perros frente del auto de Pajarito.

ASADO

Nun, das mit wichtigste und erste was man kennenlernen muss ist natuerlich das "Asado", die - um es auf den Punkt zu bringen - hier uebliche Grillorgie. Wenn alle satt sind (und das ist immer der Fall) und es allen geschmeckt hat (auch das ist immer der Fall) bekommt der "Asador", also der Asado-Macher einen Applaus. Man braucht fuer ein anstaendiges Asado a) Rind b) einen Rost c) Feuerholz d) Fernet e) Gancia und f ) gute Gesellschaft.



Selbst fuer unsere Hunde hat das Asado mit der Guardia, den Uni-Nachtwaechtern, dicke gereicht. Neben der Tatsache, dass alle praechtig vollgegessen (-gefressen) sind, ist dieses Foto auch ein netter Hinweis darauf, dass naechtliche Aktivitaeten (zum Beispiel Asados) in Argentinien vor Sonnenaufgang kein Ende finden. Und dann ist es ja auch schon warm genug, um auf dem Dach zu schlafen.



Das sieht dann schon besser aus. Ueberhaupt, es gibt hier die aberwitzigsten Fleischsorten.



Die Grundzutat - roh, unzubereitet und noch haarig.

Die U.N.R.C. - Rio Cuarto und Umgebung

Hier zu sehen sind einige Bilder von der Universitaet Rio Cuarto und den nahebei gelegenen Sierras, im wesentlichen die Sierras von Alpa Coral. Sozusagen als zum Gegenteil missbrauchte Ouverture hier also Landschaftsbilder und anderes Langweiliges Gedoens.


Diesem Fluss folgend haben Paula und ich die Sierras um Alpa Coral erkundet.


Die Umgebung von Alpa Coral. Schade, dass ich vergessen habe, die vielen Rindviecher zu fotografieren, die dort vor sich hinkraxeln.


Dieses Bild zeigt einen (immer noch schwer schuftenden) Laster aelteren Semesters in Alpa Coral, einem Dorf in den nahe gelegenen Sierras. Mehrmals taeglich kreuzt diese Strassen uebrigens ein Artgenosse dieses Lasters um der ungeheuren Staubigkeit mit Strassenwaessern zu begegnen.


Dies ist also der Rio Cuarto, der "vierte Fluss", dem diese Stadt ihren Namen verdankt. Vorne im Bild einer unserer Mitbewohner; nomen nescio. Ganz nebenbei bemerkt tauescht dieses Foto schon fast darueber hinweg, dass der Rio IV ausgesprochen haesslich ist. Ich glaube, der fuehrt mehr Muell als Wasser mit sich.


Dies ist der Ausblick von dem Dach meiner Residencia. Im Hintergrund zu sehen sind Peru und Brasil, die Behausungen anderer nicht-einheimischer Studenten...


Das sind die sog. Residencias in denen wir sehr bequem (direkt auf dem Campus) wohnen.Im Erdgeschoss, wo ich wohne, ist es sogar angenehm kuehl.